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Wachenbergschule

 

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Wachenbergschule Allendorf

Geschichte der Wachenbergschule

Unsere Schule wird im Jahr 2012 einhundert Jahre alt.
Im Jahr 1912 wurde sie eingeweiht.
Damals bot sie Raum für 4 Klassen und 4 Lehrerwohnungen im ersten und zweiten Obergeschoss. Teilweise bis zu 250 Schüler pro Jahr  wurden hier unterrichtet.
Der Schulhof war weiträumig eingezäunt, am unteren Ende befanden sich die Toiletten und ein Stall für das Nutzvieh der Lehrer.

Anfang der 70er Jahre entstand ein Anbau, der eine Verbindung zu der angrenzenden, neu gebauten Mehrzweckhalle schuf. Hier waren die Schülertoiletten und das Lehrerzimmer untergebracht.
Zu dieser Zeit wurde aus der 9 Jahrgänge umfassenden Volksschule eine reine Grundschule.
Ab der 5. Klasse mussten nun die Schüler zur weiterführenden Schule nach Haiger, bzw. Dillenburg fahren.

Ende der 90er Jahre wurde begonnen, das in die Jahre gekommene und unter einem starken Renovierungsstau leidende Gebäude, schrittweise zu sanieren und neue Funktionsräume zu schaffen.

1997 wurde ein Förderverein gegründet, der die Schule in vielen Bereichen unterstützte und dies bis heute tut. Er ist auch der Träger der im Jahr 2000 gegründeten Betreuungseinrichtung, die mittlerweile zur Ganztagsbetreuung ausgeweitet wurde, und die fast die Hälfte unserer Schüler besuchen.

Im Jahr 2007 bekam die Grundschule Allendorf den Namen „Wachenbergschule“.

Im Jahr 2010 ist es mithilfe des „Konjunkturpaketes des Landes Hessen“ gelungen unsere Schule zu einer hellen, modernen und viel Raum bietenden Schule umzubauen, die sich trotz aller Neuerungen den Charme eines alten ehrwürdigen Gebäudes nicht nehmen ließ.

  • Bilder aus der frühen Schulzeit

    Die folgenden Bilder der Schulklassen wurden wahrscheinlich alle von dem Haigerer Fotografen Hartmann und später von seiner Tochter Hartmann/Schneider angefertigt. Es ist schon sehr erstaunlich, wie besonders die Bilder um die Jahrhundertwende bis nach dem ersten Weltkrieg eine so hohe Bildqualität erreichen konnten, da die damals verwendeten Glasplatten vom Fotografen selbst vor der Aufnahme mit der lichtempfindlichen Schicht beschichtet werden mussten.

  • Die Allendorfer Schulen

    Um es vorweg zu sagen: Seit wann und wo der erste Schulunterricht in Allendorf stattgefunden hat, ist nicht belegt. (Anmerkung: Unterricht ist bereits 1598 nachweisbar.

    wahrscheinlich im Kirchengebäude, was damals nicht unüblich war. Die Schule wird in der Kapellenechnung erwähnt.) Wenn ich in der Überschrift von Schulen schreibe, so hat das damit zu tun, dass in Allendorf bis zur Einweihung der neuen Schule im Jahre 1912 an mehreren Orten Schule gehalten wurde:

  • Kontakt und Ansprechpartner

    Die Wachenbergschule ist eine betreuende Grundschule.

    Sie wird zur Zeit von 84 Schülerinnen und Schülern in 5 Klassen besucht, die von 8 Lehrkräften unterrichtet werden.

    Weitere Informationen und aktuelle Bildergalerien finden Sie auf der offiziellen Website der Schule.

     

    Anschrift:

    Wachenbergschule

    Hosrain 4

    35708 Haiger-Allendorf

    Telefon: 02773/6264

    Fax: 02773/913052

    Email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

    Website: www.wachenbergschule.de

    Schulleiterin: Ingrid Diehlmann

     

    Öffnungzeiten Sekretariat:

    Dienstag und Donnerstag von 8.00 Uhr bis 13.00 Uhr.

  • Zeitungsbericht zur Einweihung 1912

    Heinrich Brachthäuser

    Einweihung der Schule in Allendorf 1912

    Der 9. Oktober 1912 war für die Gemeinde Allendorf ein bedeutungsvoller Tag. An diesem Tag fand unter großer Beteiligung der Einwohner und vieler auswärtiger Gäste die feierliche Einweihung der neu erbauten Schule statt. Zunächst wurde von der alten Schule Abschied genommen. Hier hielt Lehrer Müller die Abschiedsrede. Er betonte, dass dieser Tag ein Freudentag sei im Hinblick auf das neue Gebäude, aber gleichzeitig auch ein wehmutsvoller mit Rücksicht auf das alte Haus, von dem nun Abschied genommen wird und in dem soviele Geschlechter zu Füßen ihrer Lehrer gesessen hätten.
    Sodann gab er einen kurzen Abriss der Geschichte der Allendorfer Schule. Er schloss mit Segenswünschen für das neue Haus und die Arbeit darin. Von dem alten Haus bewegte sich nun der Festzug unter Vorantritt des Posaunenchores nach der neuen Schule. Hier angekommen, brachte Kreisbaumeister Röver in sinniger Ansprache seine Glückwünsche dar und übergab den Schlüssel des neuen Gebäudes seiner auftraggebenden Behörde, vertreten durch den Landrat. Darauf hielt Landrat von Zitzewitz die Einweihungsrede. In ausführlicher und eindringlicher Weise sprach er über die Bedeutung der Schule und die Schularbeit. Er wünsche, dass in derselben eine gottesfürchtige, sittlich tüchtige, patriotische und körperlich leistungsfähige Jugend herangebildet werde. Er schloss mit einem Hoch auf Se. Majestät, in welches die Anwesenden freudig einstimmten. Hierauf übergab der Landrat dem Bürgermeister Strömann den Schlüssel, indem er das neue Gebäude der Obhut desselben empfahl. Der Bürgermeister nahm den Schlüssel mit Dankes- worten an, betonte die Schwierigkeiten, die sich bei einem Schulneubau einstellen und brachte seine Glückwünsche dar. Während der Feier hatten die Schüler mehrere dreistimmige geistliche Lieder und einige stimmungsvolle Gedichte vorgetragen. Als nun das große Portal geöffnet wurde, konnten alle, die das neue Schulhaus besichtigten, feststellen, dass die Gemeinde Allendorf keine Opfer gescheut hatte, um eine den Forderungen der Neuzeit entsprechende Schule zu bauen.

    Die neue Schule enthält vier große, helle Lehrsäle, zwei geräumige Wohnungen für verheiratete und zwei Wohnungen für ledige Lehrer. Sie ist versehen mit Dampfheizung und Badeeinrichtung. Ein großer, schön gelegener Spielplatz umgibt das Gebäude, Der äußere Eindruck des Baues ist ein imposanter, zusammenfassend darf man wohl behaupten, die neue Schule bildet eine Zierde des Dorfes.

    Nach der Besichtigung bewirtete die Gemeinde die Handwerker und alle Gäste in der alten Schule. Bei dieser gemütlichen Nachfeier wurden noch eine Anzahl Ansprachen gehalten. Ferner wurden einige Telegramme und schriftliche Gratulationen verlesen sowie eine Anzahl Geschenke der neuen Schule übergeben. Am Abend trennte man sich mit dem Bewusstsein, eine schöne Feier erlebt zu haben.

    Quelle: Zeitung für das Dilltal, 17. Oktober 1912